DOTA 2
Time’s up – die DotA 2 Roster sind gelockt!
Die Teams können sich nicht mehr mit neuen Spielern verstärken und müssen bis zum International 8 in der jetzt registrierten Formation auftreten. Kurz nachdem Rosterlock war unklar, was die Folgen bei Nichteinhaltung dieser Regel wären. Denn nach dem neuen Punktesystem des Dota 2 Pro Circuit dieses Jahres steht eigentlich bereits fest, welche acht Teams von Valve zum Turnier der Turniere eingeladen würden. Valve hat schnell reagiert und die Regeln präzisiert. Valves Sprachrohr Wyrkrhm liess auf Twitter verlauten: Ein Team, das nach der Frist ihr Roster ändert, bekommt keinen Direct Invite für das International und keinen Invite für die Regional Qualifiers.
Invites to The International (both direct and to regional qualifiers) are given to teams based on their registered roster. Teams that want to play with a roster that differs from their registered roster are ineligible for direct or regional qualifier invites to The International.
— Wykrhm Reddy (@wykrhm) February 6, 2018
Die Pro-Szene gewinnt an Stabilität
Mittlerweile zeichnet sich eine neue Denkweise innerhalb der Pro-Szene ab: Von den 15 Teams, die bereits Wettkampfpunkte gesammelt haben, nehmen fünf keine Wechsel vor. Darunter die beiden grössten Team Secret und Team Liquid, wobei der letzte Wechsel bei Team Secret im September 2017 und bei Liquid sogar im Januar 2017 war. Ebenfalls seit September 2017 nicht gewechselt haben Vici Gaming und OG und auch Mineski spielt in der selben Formation wie seit August 2017 weiter. Newbee kennt das Rezept allerdings schon am längsten und ist seit Esport-Äonen auf dem Pfad der Stabilität. Bereits im September 2016 traten sie zum ersten Mal mit dem aktuellen Roster auf und gehören nun zu den Top Teams der Welt. Auf ähnliche Weise stieg Virtus.Pro auf, die sich über Jahre mit minimalen Wechseln nach und nach den Weg an die Spitze erkämpften.
Die wichtigsten Wechsel
Virtus.pro
Der überraschendste Spielertausch dieses Frühjahrs findet denn auch bei Virtus.pro statt. Die Leader der CIS-Region tauschen überraschend ihren Position-4-Spieler Ilya „Lil“ Ilyuk gegen Vladimir „RodjER“ Nikogosyan von Na’Vi. Obwohl Virtus.pro in dieser Saison bereits die ESL Hamburg gewonnen hat und mit 2700 Punkten an dritter Stelle der Rangliste steht, hatten sie offensichtlich interne Differenzen und lassen deswegen Lil dramareich gehen.
Natus Vincere
Zusätzlich zu RodjER verlässt auch Akbar „SoNNeikO“ Butaev aus eigenen Stücken Na’Vi und wird für die kommende Saison durch den Pubstar Nikola „LeBronDota“ Popović ersetzt.
Evil Geniuses & Fnatic
Im Drama um EG und Fnatic, das inzwischen wohl die meisten mitbekommen haben, wurde EGs UNiVeRsE gekickt und durch Rasmus „MISERY“ Filipsen ersetzt. Fnatic wiederum lud ihren Offlaner Ohaiyo zur Pizza-Party mit anschliessendem Kick und ersetzten ihn durch den frei gewordenen UNiVeRsE.
LGD
LGD holt sich gleich drei neue Spieler aus ihrem Schwesterteam. Luo „Sea mew“ Bin, Yao „Yao“ Zhengzheng und Chen „Victoria“ Guanhong verlassen das Team, neu hinzu kommen Wang „Ame“ Chunyu, Yang „Chalice“‚ Shenyi und Jian Wei „xNova-“ Yap.
TNC Pro Team
Der Kick-Hammer verschont auch Sivatheeban „1437“ Sivanathapillai von TNC nicht. Der ehemalige Captain wird durch Philippino Armel Paul „Armel“ Tabios von Team Admiral ersetzt.
LFY
Wie bei LGD, wechseln auch bei LFY drei Mitglieder. Op, Inflame und DDC werden gegangen. Dafür werden der ehemalige LGD-Spieler Yao „Yao“ Zhengzheng und der von Fnatic gekickte Khoo „Ohaiyo“ Chong Xin gekommen. Der letzte Slot geht an den Rückkehrer Xie „Super“ Junhao, der damit seinen Testlauf mit IG beendete.
Immortals
Das Nordamerikanische Team verabschiedet sich von zwei ihrer Koreanischen Mitspieler, Kim „QO“ Seon-yeob, der eine Pause nimmt, und Lee „Forev“ Sang-don. Ersetzt werden sie vom Australier Kim „Velo“ Tae-sung und dem Amerikaner Eric „Ryoya“ Dong.
VGJ.Thunder
Leong „ddc“ Fat-meng ist die neue Nummer 5 von VGJ, der gekickte Ayo bleibt vorerst Free Agent.
Mads Lads
Einfach weil Troels Lyngholt „syndereN“ Nielsen so ein sympathischer Kerl ist, findet sein neues Tier 2-Team hier auch Erwähnung. Er tut sich mit Maurice „KheZu“ Gutmann, Verros „Maybe Next Time“ Apostolos, Omar „Madara“ Dabachach und Max „qojqva“ Bröcker zu den Mads Lads zusammen. Wir hoffen, dass SyndereN endlich mal ein Major gewinnt, damit er von den Pros wieder anerkannt wird.
Locked and loaded! pic.twitter.com/zV9OjLNK2d
— Troels Nielsen (@syndereNDota) February 7, 2018
Einen wunderschönen Überblick der Wechsel findet ihr hier:
DOTA 2
ggwp Menschheit – Elon Musks AI besiegt die besten 99,95 Prozent
An diesem Sonntag traten fünf der besten Dota-Spieler der Welt gegen das neurale Netzwerk OpenAI Five an. Blitz, Merlini, MoonMeander, Fogged und Capitalist versuchten im OpenAI Five Benchmark Showmatch die Ehre der Menschheit zu verteidigen. Gespielt werden durften (bisher) nur 18 Helden, kein Divine Rapier, keine Bottle, keine Summons/Illusions und kein Scannen war erlaubt. Ebenfalls stand jedem Helden ein eigener Kurier zur Verfügung. Elon Musk ist zwar der Geldgeber von OpenAI, trotzdem hoffte er auf einen Sieg der menschlichen Spieler:
The humans
— Elon Musk (@elonmusk) August 5, 2018
Zuerst durften fünf Spieler aus dem Publikum ran, welche innerhalb von 14 Minuten kläglich scheiterten. Kein guter Anfang, aber zu erwarten. Doch den Castern und Ex-Pros um Blitz ging es nicht viel besser. Das erste Spiel verloren sie in nach knapp 22 Minuten, das dritte nach 25 Minuten. Bei beiden Spielen hatten auch sie nicht den Hauch einer Chance. Die Bots drückten sie mit einer Deathball-Strategie an die Wand, welche sie so entschlossen durchzogen, dass Team Human nichts dagegen unternehmen konnte. Es scheint, dass es den Bots einfach klarer ist, dass es im Dota darum geht den Ancient und alles was auf dem Weg dahin liegt zu zerstören und sich nicht in anderen Dingen zu verzetteln. Im dritten Spiel durfte das Publikum die Helden für den AI wählen, was in einem tröstlichen Sieg für Team Human endete. Allerdings war dem Netzwerk schon vor Beginn der Partie klar, dass sie sie aufgrund des Drafts verlieren werden.
Nach dem Spiel schlug Elon Musk dann vor, dass eine Symbiose zwischen Mensch und Maschine wohl der richtige Weg wäre.
Great work by @OpenAI. Need the neural interface soon to enable human/AI symbiosis.
— Elon Musk (@elonmusk) August 6, 2018
Die Einschränkungen die während der Spiele galten sind zwar drastisch, aber es scheint, als würden diese auch bald ausgeräumt und es scheint möglich, dass die Bots nicht mehr lange brauchen, bis sie für den nächsten Test, ganz ohne Restriktionen, bereit sind. Geil wäre es natürlich, falls ein Pro-Team, währenddes International 8, Zeit finden würde, um gegen die KI zu spielen. Das wäre dann die letzte Chance für die Menschheit zu beweisen, dass wir immer noch besser Strategen sind als Maschinen.
DOTA 2
The Schweiz is not enough: DACH Dota League angekündigt!
Dota 2 steckt im Sommerloch und daran konnte bisher nicht einmal das Drama um DeMoN und Team Admiral etwas ändern. Doch endlich erscheint ein Retter am Horizont!
Bid Dick Lionsky springt ein und organisiert die DACH Dota League im Turnierformat. Der Startschuss ist bereits in einer Woche: Freitag der 27. Juli beginnt die Gruppenphase. Registrieren kann sich bis dahin jeder, der in der Schweiz, Deutschland oder Österreich wohnt, unter diesem Link. Wer nicht schon in der Gruppenphase ausscheidet, hat die Möglichkeit um fantastische Preise zu spielen.

Zu gewinnen gibt es für jedes Teammitglied einen Prozessor von AMD, dazu eine komplette Peripherie mit Mousepad, Gamingmouse und Keyboard von Logitech, sowie eine Paysafecard mit bis zu 50 Euro. Die kompletten Preise seht ihr hier. Gestreamt wird das ganze auf dem Channel von BlacklightCast, dem ehemaligen SaphiraTV, welcher bereits die Coverage der deutschen Dota Season 1&2 übernommen hatte.
Wer also immer schon gedacht hat, dass es zuwenig Competition im eigenen Land gibt, das ist die Möglichkeit sich über gleich zwei Landesgrenzen hinweg zu prügeln!
DOTA 2
SESL Spring Season: Dota 2 Grand Finals!
Vergangenen Sonntag fand die SESL Dota 2 Liga ihren Abschluss. Zum Rendez-vous trafen sich mYinsanity und Honeymen, die beiden stärksten Teams der Liga, um endgültig festzustellen, wer die besten Gamingstühle hat. mYi kam ungeschlagen und als (ewiger) Titelverteidiger aus der Liga, die Jungs von Honeymen, welche während der Spielzeit auch nur eine Serie abgeben mussten (gegen mYi), waren trotzdem krasse Underdogs. Doch im Sport darf man immer auf Wunder hoffen, auch wenn man sie selbst bewerkstelligen muss!
Das Wunder bleibt aus
Wir wollen nicht zuviel falsche Hoffnung heraufbeschwören, mYinsanity gewinnt 3:0. Nach einem schnellen ersten Match, in welchem mYi die Honigliebhaber innerhalb von etwas mehr als 27 Minuten, mit einer Lycan-Strat, zurück in ihren Brunnen gedrückt haben, schien der Weg bereits gepflastert. Die Champions kamen in Fahrt und liessen auch in der zweiten Partie nichts anbrennen. Zwar wehrte sich Honeymen tapfer über fast 40 Minuten, doch mussten sie sich dann ebenso mit einem 40k Networth-Rückstand geschlagen geben.
Techies sprengt den Zeitrahmen
Nach dem zweiten Spiel wurden aus dem gutgelaunten Publikum, welches vor der unerträglichen Hitze draussen ins eParadise flüchtete, zehn Freiwillige ausgesucht, die in einem Turbo-Spiel um stattliche Preise kämpfen durften. In der allgemeinen Euphorie dachte sich tatsächlich jemand [Name d. Red. bekannt][Anm. d. Redaktion: „S’isch natürlich de Fizzzo de verdammti Terrorzwerg gsi!“], dass es eine gute Idee wäre Techies zu picken. Was sich als wahr herausstellte: Beide Teams nahmen sich nicht sonderlich ernst, präsentierten tolle Buildideen, wie z.B. Juggernaut Etheral Blade + Bladefury, und prügelten sich im längsten Turbo der Welt über 53 Minuten lang. Alles nahm ein gutes Ende, Techies hat verloren und jeder vom Verlierer-Team erhielt ein Mousepad von Medion Razor. Die fünf Spieler des Gewinner-Teams nahmen brandneue und hart erkämpfte Gamingmäuse vom gleichen Hersteller mit nach Hause.
Zurück im Ernstkampf
Honeymen hatte durch das Zuschauerspiel zwar genug Zeit, um sich eine Taktik gegen das überstark scheinende mYinsanity zurechtzulegen, doch gegen die Dominatoren der Schweizer Dota-Szene schien kein Kraut gewachsen. Im kürzesten Spiel des Tages holte sich mYi mit einer Axe-Skywrath-Combo den Titel und sicherten sich somit das Preisgeld von 1’500 CHF. Ihre Kontrahenten dürfen sich mit immerhin 750 CHF auf den Heimweg machen!

„Yaaaaaay!“ Ja, da freuen sie sich. Sogar bei blacki (Mitte) scheint sich ein Mundwinkel verdächtig nach oben zu ziehen. Bild: mYinsanity
Zwar holen sich die FC Basler unserer Liga erneut den Titel, doch irgendwann wird ein YB kommen um die erfolgsverwöhnten vom Thron zu stossen. Nächste Saison schon, welche im Herbst beginnen wird, könnt ihr das sein! Auch wir werden es versuchen.

